Die Einladung.
Stern von Anweiler, Herzogin von Sambur, Markgräfin für Kurland,
freut sich, die bevorstehende Vermählung Ihres Mündels Allmut von Schlangenbart,
Tocher der Baronin Adelheid von Schlangenbart und des Ritters Daniel von Hemmbach mit
Herrn Romerik von Finstersee,
Sohn des Egbert von Finstersee, Herwart von Finstersee, Erzherzog von Clanthon, Hauptmann der Leibwache des Königs, Hüter von Schwanensee, Wacht von Winterherz,
bekannt zu geben und erlauben sich, Euch zum 22. Tag des Greifen des kommenden Jahres, zum feierlichen Begehen dieses Ereignisses auf Burg Herbstein zu laden.
Anweiler, im Lenz des Jahres 49 nach der Finsternis
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Ich, Egbert, Herwart von Finstersee, Erzherzog Clanthons,
Hauptmann der Leibwache des Königs und Wacht von Winterherz
sowie im Namen meiner verstorbenn Frau Klara von Finstersee, geborene von Lichtenfeld,
freue mich, die bevorstehende Vermählung meines jüngsten Sohnes
Romerick von Finstersee mit der lieblichen
Jungfer Allmut von Schlangenbart,
Tochter von Baronin Adelheid von Schlangenbart und Ritter Daniel von Hemmbach; nach dem viel zu frühen Tode ihrer Eltern unter der Obhut und Mündel von Stern von Anweiler, Herzogin Samburs und Markgräfin von Kurland
bekannt zu geben und laden Euch zu diesem Fest am 22. Tag des Greifen 50 nach Burg Herbstein, Kurland, ein.
Peutin, 15. Lenz 49 ndF |
„Habt ihr gehört? Habt ihr gehört? Alle sind eingeladen! Habt ihr gehört!“
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Stern sah auf das Papyrus, das Caro oben auf den Stapel gelegt hatte. Wieder die Anmeldung eines Händlers für den Jahrmarkt, den es anlässlich der Hochzeit geben würde.
Die wievielte war es?
Daneben lag die Anfrage nach Unterkunft in Herbstein, abgeschickt in ... Sie konnte den Namen kaum entziffern, sie kannte auch keine Stadt, die auch nur annähernd so hieß. Ixrlmmst?
Der Ziehbruder des Bräutigams wollte mit seiner Mutter kommen, Crysalgira, die vor vielen Jahren aus Clanthon verlassen hatte. Und mit einer ganzen Schar von Zauberwesen. Von der Yddia…
Sie hatte die Bütten, Pergamente, Papyri nicht gezählt, aber es waren viele – und die Besucher kamen aus allen Himmelsrichtungen.
Die Nachricht der Hochzeit hatte wohl die Runde gemacht.
Die Magiraner feierten einfach gerne.
Entschlossen schob sie die Stapel der wartenden Caro zu. „Sie erwarten ein Fest! Sie werden ein Fest bekommen! Ein jeder sei herzlich willkommen, achtet auf die Einhaltung der Sitten, dass mir niemand in die Gärten der Dorfbewohner pinkelt, und dass die Wachen verstärkt werden. Wir werden Magira zeigen, dass man in Clanthon zu feiern versteht!“
Da war ein grimmiger Unterton in dieser Ansage: standen nicht clanthonische Truppen in Erainn unter Waffen, kämpften dort nicht die Heere des goldenen und des dunklen Einhorn gegen die Truppen der Schlange? Hatte es jenseits der Rhune nicht Zeichen gegeben? Und mussten nicht die neuen Bürger aus Tsalka versorgt werden? Gab es nicht schon Streit, wo heimgekehrte Erben von Landbesitzern uraltes Recht einforderten? Uraltes Recht! Sie schnaubte leise. Und galt es nicht, ‚altes Recht’ bei dieser Verbindung zu berücksichtigen? Allmuts wankelmütiges Wesen, war es nicht ebenfalls ein Grund, achtsam und nur vorsichtig guter Dinge zu sein?
Ja, es würde eine Hochzeit geben!
Aber würde diese auch ohne jeden Zwischenfall ablaufen?
Wird fortgesetzt
Auf dem Fest wollen wir das Ende dieser Geschichte mit Euch zusammen spielen. Wer dazu Lust hat, kann sich bei uns melden, wir informieren Euch gern.
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